Eine Landingpage hat genau eine Aufgabe: Besucher, die gezielt über eine Anzeige, einen Newsletter oder eine Suche kommen, zu einer bestimmten Handlung zu bewegen. Anfragen, Anrufe, Anmeldungen. Viele Landingpages verschenken dabei einen Großteil ihres Potenzials – nicht weil das Angebot schlecht ist, sondern weil die Seite zu viel will, zu langsam lädt oder Besucher im Unklaren lässt.

Dieser Ratgeber erklärt, was eine Landingpage ausmacht, welche Stellschrauben am meisten bringen und wie Sie Ihre Seite systematisch verbessern.

Was ist eine Landingpage?

Eine Landingpage (Zielseite) ist eine eigenständige Seite, auf der Besucher nach einem Klick „landen“. Im Unterschied zur normalen Website verfolgt sie ein einziges Ziel und lenkt nicht mit Navigation, Nebenthemen oder weiterführenden Links davon ab.

  • Website: viele Seiten, viele Themen, Besucher erkunden.
  • Landingpage: eine Seite, ein Angebot, eine Handlung.
  • Onepager: eine Seite, aber der komplette Webauftritt mit allen Themen. Den Unterschied erklärt der Ratgeber Onepager.

Typische Einsätze: Google-Ads-Kampagnen, ein neues Angebot, eine Aktion, Stellenanzeigen, Veranstaltungen oder eine bestimmte Zielgruppe, die eine eigene Ansprache braucht.

Die Elemente, die über Erfolg entscheiden

Eine klare Überschrift

Besucher entscheiden in Sekunden, ob sie bleiben. Die Überschrift muss sagen, was sie hier bekommen – konkret, nicht kreativ verklausuliert. „Dachsanierung im Landkreis Rotenburg – Festpreis-Angebot in drei Tagen“ schlägt „Wir bringen Sie nach oben“.

Passung zur Quelle

Wer auf eine Anzeige zum Thema „Badsanierung“ klickt, erwartet auf der Seite Badsanierung, nicht die Startseite mit allen Leistungen. Überschrift, Bild und Angebot der Landingpage sollten das Versprechen der Anzeige oder des Links wieder aufnehmen.

Ein einziger, sichtbarer Handlungsaufruf

Was sollen Besucher tun? Anrufen, ein Formular ausfüllen, einen Termin buchen? Eine Handlung, klar benannt („Kostenloses Angebot anfordern“ statt „Absenden“), an mehreren Stellen der Seite wiederholt – und auf dem Handy ohne Suchen erreichbar.

Vertrauen

Gerade bei Erstkontakt zählt Glaubwürdigkeit: echte Bewertungen, Fotos von Projekten, ein Gesicht und ein Name, konkrete Zahlen statt Superlative, Siegel oder Mitgliedschaften, wenn vorhanden. Wie Sie mit Bewertungen umgehen, zeigt der Ratgeber Google-Bewertungen beantworten.

Kurze Formulare

Jedes zusätzliche Pflichtfeld kostet Anfragen. Name, Kontaktweg und eine kurze Nachricht reichen meist. Alles Weitere klären Sie im Gespräch. Das ist nebenbei auch datenschutzfreundlicher, siehe DSGVO-Website-Check.

Tempo

Besucher aus Anzeigen sind ungeduldig. Jede Sekunde Ladezeit kostet Anfragen – und bei Google Ads beeinflusst die Qualität der Zielseite auch, wie teuer Ihre Klicks sind. Die wichtigsten Kennzahlen erklärt der Ratgeber Core Web Vitals.

Der bewährte Aufbau

  1. Überschrift und Unterzeile: Was, für wen, mit welchem Nutzen.
  2. Handlungsaufruf direkt im ersten sichtbaren Bereich.
  3. Nutzen statt Merkmale: Was hat der Kunde davon? Drei bis fünf Punkte.
  4. Nachweise: Bewertungen, Referenzen, Fotos.
  5. Ablauf: Was passiert nach der Anfrage? Das nimmt Unsicherheit.
  6. Häufige Einwände: Kosten, Dauer, Aufwand – kurz beantwortet.
  7. Handlungsaufruf erneut, mit Formular oder Telefonnummer.

Landingpage optimieren: Schritt für Schritt

  1. Ziel messbar machen: Wie viele Besucher kommen, wie viele fragen an? Ohne diese Zahl lässt sich keine Verbesserung belegen. Eine datensparsame Statistik reicht dafür, siehe Google-Analytics-Alternativen.
  2. Mobil prüfen: Die Seite auf dem eigenen Handy öffnen und ehrlich fragen: Verstehe ich in fünf Sekunden, worum es geht? Finde ich den Button ohne Scrollen?
  3. Ablenkungen entfernen: Hauptnavigation, Social-Media-Links und weiterführende Teaser raus, wenn sie nicht zum Ziel beitragen.
  4. Überschrift schärfen: Konkreter Nutzen, idealerweise mit Ort oder Zielgruppe.
  5. Formular kürzen: Jedes Feld hinterfragen.
  6. Vertrauen ergänzen: Ein echtes Foto und zwei echte Kundenstimmen wirken mehr als jeder Werbetext.
  7. Eine Änderung nach der anderen testen: Wer alles gleichzeitig ändert, weiß hinterher nicht, was gewirkt hat. Bei ausreichend Besuchern lohnen sich A/B-Tests zweier Varianten.

Checkliste

Prüfpunkt Erfüllt?
Überschrift sagt in einem Satz, was angeboten wird
Seite greift das Versprechen der Anzeige oder des Links auf
Ein einziges Ziel, ein klar benannter Button
Button auf dem Handy ohne Scrollen sichtbar
Echte Bewertungen oder Referenzen
Formular mit höchstens drei bis vier Feldern
Ladezeit auf dem Handy unter drei Sekunden
Anfragen werden gezählt

Häufige Fragen

Wie viele Landingpages brauche ich?

Eine pro Angebot oder Zielgruppe, die Sie gezielt bewerben. Wer Google Ads für drei verschiedene Leistungen schaltet, sollte drei passende Landingpages haben, statt alle Klicks auf die Startseite zu schicken.

Sollte eine Landingpage bei Google gefunden werden?

Das hängt vom Zweck ab. Landingpages für Anzeigen werden oft bewusst von der Indexierung ausgeschlossen, damit sie nicht mit regulären Leistungsseiten konkurrieren. Landingpages für dauerhafte Angebote können dagegen gut ranken, wenn sie ausreichend Inhalt haben.

Was ist eine gute Konversionsrate?

Das schwankt stark nach Branche, Angebot und Herkunft der Besucher. Wichtiger als ein Branchenvergleich ist der Vergleich mit Ihrer eigenen Seite: Steigt die Rate nach einer Änderung, war sie richtig.

Fazit: Weniger Seite, mehr Wirkung

Die meisten Landingpages werden nicht durch zusätzliche Inhalte besser, sondern durch Weglassen: weniger Ablenkung, weniger Formularfelder, weniger Ladezeit – und dafür eine klare Botschaft und einen klaren nächsten Schritt.

Bei mattschach bauen und optimieren wir Landingpages und Onepager zum Festpreis: schnell, mobil zuerst und messbar. Schreiben Sie uns, wenn Ihre Landingpage mehr Anfragen bringen soll.